Aus der Frankenpost

650 Jahre Stadt Münchberg:
Das erste Extrabier zum Jubiläum ist erhältlich, das zweite soll bald folgen

"Liebeserklärung Schluck für Schluck"

Aus der Frankenpost vom 13.01.2014:

Zwei Bierexperten beim Verkosten:
Schöpfer Ulrich Bloß und
Slow-Bier-Leiter Achim Taubald

 

 

Von Ronald Dietel


Zwar möchte die Stadt Münchberg zum Jubiläum ihr eigenes Festbier einbrauen, doch hat ein Privatmann schon vorgelegt: Ulrich Bloß hat den „Münchberger Hohlweg-Lauerer“ kreiert – der auf begeisterte Reaktionen stößt. 

 

Münchberg - "Der erste Schluck Bier möchte gar nicht aufhören", schwärmte vor einiger Zeit der Brauereifachmann Emanuel Döhla. Noch besser ist es, wenn dieser genießerische Schluck einem heimischen Bier gewidmet ist. Ulrich Bloß kreierte speziell zum 650. Jubiläum der Stadt Münchberg ein solches Bier: das "Münchberger Hohlweg-Lauerer", ein schmackhaftes wie kräftiges Kellerbier. Dass Bier unabdingbar auch mit Qualität zu tun hat, zeigte die Verkostung des Hopfengetränks durch zwei Experten. "Slow-Bier"-Vorsitzender Achim Taubald und Schöpfer Ulrich Bloß testeten das "Münchberger Hohlweg-Lauerer" in der "Alten Feuerwache". Schluck für Schluck war es eine Liebeserklärung an Qualität und Heimat. Nachdem Achim Taubald mit geschlossenen Augen den ersten Testschluck genommen hatte, sagte er: "Es schmeckt malzig, hat Restsüße, besitzt eine schöne bernsteinartige Farbe und einen cremigen Schaum." Ein Bier, das auch Damen munden dürfte. Er bedauere, dass das allgemeine Kaufverhalten beim Trinken wie Essen ja eher hin zum Einheitsgeschmack gehe. "Man ignoriert heutzutage die Qualität." Die Leute würden lieber zu billigen Preisen kaufen, anstatt auf Qualität zu achten. "Dazu gehört es, Bier und Fleisch genügend reifen zu lassen."

 

Ulrich Bloß ist ebenfalls angenehm angetan von seinem Bier. "Mit seinen fünf Volumenprozent Alkoholgehalt ist es ein alkoholisch leichtes Bier", sagte er. Angeboten werde das Münchberger Privat-Jubiläumsbier als Fass oder Flasche. Gebraut werde es das ganze Jahr 2014 über. Wie Bloß betonte, übernimmt das im Lohn die Brauerei "Wolfshöher" in Schnaittach bei Nürnberg. Wert legt Bloß auf die Feststellung, dass das Getränk im Gegensatz zu den vielen Industriebieren handwerklich hergestellt wird. "Der Brauprozess dauert fünfeinhalb Wochen." Angeboten für zu Hause werde das Bier in der "Alten Feuerwache". Es sei aber auch teilweise in der Münchberger Gastronomie erhältlich - wie im "Bierpub", im "Candy Blue" oder im "Café Frey". Noch den Worten von Ulrich Bloß werde in Münchberg zunehmend weniger Pils getrunken. "Das ,Hohlweg-Lauerer' ist eher ein Festbier, das auch bei Gartenfesten schmecken dürfte." Einem Bier nähere man sich intensiver, wenn man wisse, dass Handwerk dahinter stecke. Damit die Qualität auf dem Niveau bleibe, stehe er ständig mit dem Braumeister in Kontakt. Schließlich entwickle man das Bier nach den Vorstellungen der Kunden.

 

Die erfolgreiche Feuertaufe hat das "Hohlweg-Lauerer" bereits am Dreikönigstag beim "Stärk Antrinken" bestanden. Hier wurde es erstmals vorgestellt. Zu den Verkostern zählten neben anderen Gästen die Münchberger Bürgermeister Thomas Fein, Max Petzold und Thomas Agel sowie stellvertretender Landrat Alexander Eberl. "Das Bier ist so gut angekommen, dass am späten Nachmittag die Fässer leergetrunken waren", sagte Bloß.

 

Ebenso viel Lob gebe es für das Etikett. Das Motiv mit dem durch den Hohlweg reitenden Sparnecker Ritter sei wie ein Comic gestaltet. "Die Stadtrechte kamen vor 650 Jahren durch den Hohlweg am Kreuzberg nach Münchberg." Deshalb seien die Sparnecker Insignien eingearbeitet.

 

Wie Bloß betont, durfte er das Münchberger Wappen und die Abbildung des Bürgermeisters nicht verwenden. Lediglich als Ortsschild ist Münchberg zu erkennen. "Die Stadt lässt ein eigenes Jubiläumsbier brauen."

 

 

Das Münchberger Privat-Jubiläumsbier

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz und Hopfen
Farbe: Bernstein
Alkoholgehalt: fünf Volumenprozent
Reifezeit: fünfeinhalb Wochen
Haltbarkeit: sechs Monate
 

 

Comicartig gestaltet sind die Flaschenetiketten des „Hohlweg-Lauerers“.
Sie zeigen einen Sparnecker Ritter, der durch den Hohlweg am Kreuzberg die Stadtrechte nach Münchberg bringt.

 

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